Durch Wangenimplantate ist es, dem wenig strukturiertem Gesicht ausgewogene Konturen zu verleihen oder dem bereits existenten aber schwach ausgebildeten Wangenknochenprofil (Malar- und Submalar Struktur) durch die Positionierung der Wangenimplantate mehr Akzent zu verleihen. Ein willkommener Nebeneffekt der Positionierung von Wangenimplantate besteht in einer leichten Straffung der Gewebestrukturen im Wangenbreich, mit dem positiven Effekt eines jugendlicheres Aussehens. Für die Wangenaugmentation kann sowohl körpereigenes (autogenes) Material herangezogen werden oder synthetische Implantate positioniert werden. Letztere haben sich letztlich zunehmend durchgesetzt. Am häufigsten werden heute Silikongel-Implantate angewandt.
Ablauf der Wangenaugmentation
Die Operation dauert 1 bis 1,5 Stunden. Die Schnitte für die Positionierung der Wangenimplantate werden strategisch gesetzt. Je nach individueller Erfordernis und Gesichtsstruktur werden die Schnitte hinter dem Haaransatz, innerhalb des unteren Augenlider (evtl in Kombination mit Blepharoplastik) oder im Mundinneren angesetzt. Die Implantate werden durch über die Schnittführung eingeführt und positioniert.
Anesthesie
Allgemeinanesthesie (oder Teilnarkose mit Dämmerschlaf)
Klinikaufenthalt
1 Tag
Heilungsdauer
Nach der Operation gehören Schwellungen und Hematoma zum normalen Verlauf. Die blauen Flecken verschwinden innerhalb don 4-6Tagen. Eine verbleibende leichte Restschwellung des Bereiches kann noch 1-2 Monaten andauern.
Nach der Operation kommt es zu einem leichten Taubheitsgefühl, welches in der Regel innerhalb von 1-3 Monaten verschwindet. Während der ersten Wochen nach der Behandlung wird durch die Nacht hindurch das Tragen eines gewebestabilisierenden Pflaster verordnet, um ein mögliches Verrutschen der Implantate zu verhindern und deren Anheilung in korrketer Position sicherzustellen. Die Fäden werden je nach Schnittführung nach 5-10 Tagen entfernt. Gewöhnliche Tätigkeiten können nach einer Woche wieder aufgenommen werden. Repräsentative gesellschaftliche Aufgaben sollten nach Möglichkeit 3-4 Wochen auf sich warten lassen, sodass auch die leichten Restschwellungen ausgeklingen koennen und das gewünschte filigrane Endresultat zum vorschein kommt.
Hinweise
Bei der intraoralen Schnittführung (im Mundinneren) verbleiben keinerlei sichtbare Narben und die Heilung verläuft hier in der Regel wesentlich schneller im Vergleich zur externen Schnittführung. Andererseits besteht bei Patienten mit Tendenz zur Zahlplaquebildung oder mit ungenügender Mundhygiene und bei Rauchern eine erhöhtes Infektionsrisiko, welches jedoch mit entsprechenden Maßnahmen minimiert werden kann.
Schwellungen
Leichte Restschwellungen können für Monate andauern. Das verfeinerte Endresultat kommt nach dem Ausklingen der Restschwellungen zum Vorschein.
Dauerhaftigkeit des Endresultates
Permanent